Sorgerecht und Umgangsverfahren

 

Was brauchen Kinder?

 

Das Beste für Kinder sind Mutter und Vater! Dieser Grundsatz ist zur Ideologie geworden, der unter allen Umständen durchgesetzt wird, auch bei Häuslicher Gewalt. ‚Aktive Vaterschaft’ ist politisch gewollt; das spiegelt sich in den aktuellen Gesetzen wieder.

 

Aber: Die Realität von Müttern, vor allem von alleinerziehenden Müttern ist aber überwiegend eine andere. Vielfach bedeutet gemeinsames Sorgerecht für Mütter:

 

Die Mutter hat die Sorge - der Vater das Recht.

 

Den Rechten des Kindesvaters stehen praktisch keine Pflichten gegenüber.

 

Eine positive Wahrnehmung der besonderen Leistung, aber auch der besonderen Schutzbedürftigkeit von Müttern, insbesondere alleinerziehender Mütter ist notwendig. Denn Kinder brauchen vor allem gestärkte Mütter, so wie es das Grundgesetz vorsieht. Vor allem, wenn es sich um eine Gewaltbeziehung handelt, wobei wir ausdrücklich auch psychische und finanzielle Gewalt meinen.

 

Auswirkungen des Kindschaftsrechts

 

Seit Einführung des aktuellen Kindschaftsrechts 1998 erleben immer mehr Mütter in gerichtlichen Sorgerechts- bzw. Kindschaftsverfahren, dass ihre Rechte und die ihrer Kinder nicht gewahrt sind. Viele Mütter berichten von Nötigung und Willkür im Namen des Kindeswohls. 

 

Ohnmächtig stehen sie den Verfahrensbeteiligten gegenüber: Sie können ihre Kinder und sich nicht mehr schützen. So werden z. B. Kinder, die den Umgang zum Kindesvater verweigern, i.d.R. zum Kontakt gezwungen - selbst, wenn es sich um einen bereits wegen häuslicher Gewalt verurteilten Vater handelt. 

 

Die Belastung der Kinder - bis hin zur Kindeswohlgefährdung durch langjährige Prozesse mit unzähligen Verfahrensbeteiligten - und Mütter in solchen strittigen Verfahren ist enorm. Das Familiengericht und die beteiligten Professionen sehen oftmals trotz psychologischer Qualifikation die psychische Gewalt nicht oder ignorieren sie im weiteren Verlauf der gerichtlichen Verfahren. Immer häufiger werden einer Mutter die elterliche Sorge eingeschränkt oder sogar die Kinder entzogen - diese Kinder werden dem Kindesvater übergeben oder in staatliche Obhut genommen, häufig aus Gründen, die wir für völlig unangemessen halten. Diese Gründe sind auch einer breiten Öffentlichkeit nicht zu vermitteln.

 

Herrschende öffentliche Meinung ist „Einer Mutter wird in Deutschland nur aus gravierenden Gründen das Kind weggenommen“. Diese Annahme ist nach den uns vielfach vorliegenden Erfahrungsberichten falsch. Stigmatisierung und psychische Destabilisierung von Mutter und Kindern sind die Folge. Damit einhergehende finanzielle Einschränkungen verschlimmern die Situation erheblich.

 

Kindesentzug ist Gewalt gegen Mütter und Kinder

Es gibt verschiedene Formen von Gewalt: psychische, physische, finanzielle Gewalt. Die schwerste Gewalt gegen Mütter (und Kinder) ist vermutlich der Kindesentzug. 

 

 

Eine der wichtigsten Aufgaben der Mütterlobby ist es, die Öffentlichkeit über diese Fehlentwicklung zu informieren.

 

 

         Mütter wehren sich gegen Unangemessenheit und Willkür in

         familienrechtlichen Verfahren und dem angeschlossenen 'Helfersystem'.

 

 

 

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(c) Mütterlobby, vertr. d.Barbara Thieme