FAQ - oft gestellte Fragen und Antworten

 

 

1. Ich bin alleinerziehende Mutter in einem Sorgerechtsstreit - wo bekomme ich Hilfe?

 

Zunächst einmal benötigen Sie eine gute (!) Anwältin bzw. Anwalt Wir raten, einen ersten (kostenpflichtigen) Beratungstermin mit 2 oder 3 Anwälten, die Ihnen von anderen betroffenen Müttern empfohlen wurden, wahrzunehmen und dann die Entscheidung zu treffen, wem Sie das Mandat geben. Ein Anwaltswechsel in laufenden Verfahren ist nämlich sehr kostspielig.

Einen weiteren Überblick über die Hilfsangebote erhalten Sie hier...

 

 

2. Kann mir das Jugendamt helfen? 

 

Nach den uns vorliegenden Erfahrungsberichten betonen Jugendamtsmitarbeiter i.d.R., dass sie nur und ausschließlich für die Kinder da sind: Es ist erklärtermaßen nicht die Aufgabe des JA, der Mutter zu helfen oder sie zu schützen, damit sie ihrem Kind helfen oder es schützen kann. Wir empfehlen, sich die Erfahrungsberichte in unserem Gästebuch durchzulesen. 

 

 

3. Der Kindesvater will das Wechselmodell - muss ich dem zustimmen?

 

Nein! Auch nicht auf Druck des Jugendamtes oder anderer Verfahrensbeteiligter. Einzig das Gericht entscheidet darüber. Informationen hierzu finden Sie z. B. auf der Homepage des Deutschen Familiengerichtstag e. V. 

 

Allerdings erreichen uns immer wieder Emails von Müttern, die berichten, wie sie im Gerichtssaal von Richter und Verfahrensbeteiligten genötigt wurden, dem Wechselmodell (oder einer Umgangsgestaltung) vegleichsweise zuzustimmen. Anderenfalls, so berichten sie, wurde gedroht, das Sorgerecht einzuschränken oder zu entziehen oder sogar das Kind dem Kindesvater gänzlich zu übergeben. Nachzuweisen ist diese Form der Nötigung nicht, da im Protokoll steht "Die Parteien vergleichen sich..."

 

 

4. Wie kann ich mich auf ein Gutachten vorbereiten? 

 

Zunächst einmal muss man sich zusammen mit dem Anwalt/Anwältin genau überlegen, ob man sich am Gutachten überhaupt beteiligen will. Niemand kann zum Gutachten verpflichtet werden. Aufgrund der aktuellen Studie der Fernuniversität in Hagen kann der Anwalt ggf. sehr gute Gründe vortragen, weshalb sich nicht aktiv an der Begutachtung beteiligen will. Weitere Infos... 

 

Entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Anwalt, sich aus strategischen Gründen an der Begutachtung zu beteiligen, können Sie sich z. B. in Workshops oder in Einzelberatungen vorbereiten. Weitere Infos...

 

Auf keinen Fall sollten Sie unvorbereitet in die Begutachtung gehen. Oftmals denken Mütter, der Gutachter als Fachkraft wird die Gegebenheiten korrekt wiedergeben und zu den richtigen Ergebnissen kommen, wenn sie nur offen und ehrlich alles sagen. Das Gegenteil ist leider sehr oft der Fall. 

 

 

Welche allgemeine Frage haben Sie, die wir hier in den FAQ's beantworten können?

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Antworten nicht um eine juristische Beratung handelt. Es werden nur Erfahrungsberichte betroffener Mütter und Familienangehöriger wiedergegeben bzw. ausgewertet. Für juristische Fragen kontaktieren Sie bitte Ihren Anwalt*in.

 

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(c) Mütterlobby, vertr. d.Barbara Thieme