Grundgesetz Artikel 6 Absatz 4


Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

 

 

Für Frauen ist Mutterschaft ein bedeutendes, das eigene Leben stark veränderndes Ereignis. Sie sind in der Folge auf den besonderen Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft angewiesen, so wie es das Grundgesetz vorsieht. Viele Mütter erleben, insbesondere im Berufsleben, während Trennung und Scheidung, in Scheidungsfolgen und als alleinerziehende Mütter, dass das Grundgesetz nicht ausreichend umgesetzt wird. Mütterlobby e. V. setzt sich dafür ein, die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Position von Müttern i. S. des Artikel 6 Absatz 4 GG zu verbessern und Müttern auch mit Kindern ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.  

 


Mütterlobby - für Mutter und Kind!

 

Was brauchen Kinder?

 

Das Beste für Kinder sind Mutter und Vater! ‚Aktive Vaterschaft’ ist politisch gewollt: Es spiegelt sich in den aktuellen Gesetzen wieder. Die Realität von Müttern, vor allem von alleinerziehenden Müttern ist aber überwiegend eine andere. Mit Sorge sehen wir auch der Entwicklung bzgl. der neuen Gesetze zur elterlichen Sorge und Umgangsrecht für nichtehelicher Kinder entgegen. Denn vielfach bedeutet gemeinsames Sorgerecht für Mütter: Sie hat die Sorge – der Vater das Recht

 

Eine positive Wahrnehmung der enormen Leistung von Müttern, insbesondere alleinerziehender Mütter ist notwendig. Denn Kinder brauchen vor allem gestärkte Mütter, so wie es das Grundgesetz vorsieht:

 

  • Wir setzen uns ein für die Verbesserung der gesellschaftlichen und rechtlichen Würdigung von Mutterschaft und der Mutter-Kind-Beziehung.

 

  • Die Lebensumstände von Müttern, vor allem in Bezug auf eine lebenswerte Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Mutterschaft, müssen verbessert werden.

 

  • Wir fördern und entwickeln Konzepte, die sich gegen jedwede Form von Gewalt – also körperliche und ausdrücklich auch psychisch-seelische und finanzielle Gewalt – gegen Mütter und Kinder richtet.

 

  • Die Gleichstellung von Frau und Mann in ihrer jeweiligen Rolle als Mutter oder Vater ist bisher nicht umgesetzt. Besonders nach Trennung tragen i.d.R. nach wie vor die Mütter die Hauptlast. 

 

Auswirkungen des Kindschaftsrechts


Seit Einführung des aktuellen Kindschaftsrechts 1998 erleben immer mehr Mütter in gerichtlichen Sorgerechts- bzw. Kindschaftsverfahren, dass ihre Rechte und die ihrer Kinder nicht gewahrt sind. Viele Mütter berichten von Nötigung und Willkür im Namen des Kindeswohls. Ohnmächtig stehen sie den Verfahrensbeteiligten gegenüber: Sie können ihre Kinder und sich nicht mehr schützen. So werden z. B. Kinder, die den Umgang zum Kindesvater verweigern, zunehmend zum Kontakt gezwungen - selbst, wenn es sich um einen bereits gewaltätig gewordenen Vater handelt. 

 

Die Belastung der Kinder - bis hin zur Kindeswohlgefährdung durch langjährige Prozesse mit unzähligen Verfahrensbeteiligten - und Mütter in solchen strittigen Verfahren ist enorm. Immer häufiger werden einer Mutter die elterliche Sorge eingeschränkt oder sogar die Kinder entzogen - diese Kinder werden dem Kindesvater oder einem Heim übergeben. Häufig aus Gründen, die wir für völlig unangemessen halten. Diese Gründe sind auch einer breiten Öffentlichkeit nicht zu vermitteln. Herrschende öffentliche Meinung ist „Einer Mutter wird in Deutschland nur aus gravierenden Gründen das Kind weggenommen“. Dieses Vorurteil ist nach den uns vielfach vorliegenden Erfahrungs-berichten nicht haltbar. Stigmatisierung und psychische Destabilisierung von Mutter und Kindern sind die Folge. Damit einhergehende finanzielle Einschränkungen verschlimmern die Situation erheblich.

 

Unsere Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit über diese Fehlentwicklung zu informieren. Wir werden mit Entschiedenheit daran mitwirken, dies zu ändern.

 

Wir wehren uns gegen Unangemessenheit und Willkür im Familienrecht und dem angeschlossenen 'Helfersystem'. 

 

senatsgefördertes Projekt